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Induktionsphase

Die Induktionsphase ist der Ersatz für das Unterrichtspraktikum. Sie läuft ab dem 1.September bis zum 31.August des Folgejahres. Bevor du die Induktionsphase machen kannst, benötigs du einen Dienstvertrag mit einer Schule. Sie wird vom Landesschulrat/Bildungsdirektion verwaltet.

Wenn du dich entscheidest, die Induktionsphase nach deinem Bachelorstudium zu absolvieren, musst du an eine NMS oder AHS-Unterstufe gehen. Absolvierst du die Induktionsphase nach dem Masterabschluss steht dir die Wahl des Schultyps offen. Hast du eine Fächerkombination, die nur in der Oberstufe unterrichtet wird, kannst du erst nach dem Master in die Induktionsphase gehen.

In der Induktionsphase musst du mindestens eine halbe Lehrverpflichtung (12 Stunden) und in mindestens einem deiner Fächer unterrichten. Ob du jedoch auch Stunden im Zweitfach unterrichtest ist egal. Das Rektorat darf dir, ohne deine ausdrückliche Zustimmung, keine weiteren Fächer zum Unterrichten zuteilen. Du kannst sie aber freiwillig dazunehmen.

Es ist auch möglich die Induktionsphase als Vertretung (Karenz, Krankheit etc.) zu absolvieren. Auch wenn du dann einen Monat lang nicht unterrichtest, wird die Induktionsphase weiterlaufen.

Wenn du Klassenvorstand während der Induktionsphase sein willst, musst du mit mehr als 12 Stunden an der Schule angestellt sein.

Nach der Induktionsphase musst du für dein zweites Dienstjahr um Stunden an der Schule feilschen, möglicherweise wirft dich die Direktion hinaus. Oft bei Vertretungsposten üblich.

Induktionsphase für Diplomstudierende

Die oben angeführten Punkte gelten für dich ebenfalls. Jedoch kannst du die Induktionsphase nicht in einer NMS absolvieren, dafür sowohl AHS-Unterstufe als auch AHS-Oberstufe und BMHS.

Werteinheiten von Unterrichtseinheiten

Im alten Dienstrecht (nicht mehr annehmbar ab Schuljahr 2019/20) besitzen die Unterrichtsstunden verschiedener Fächer unterschiedliche Wertigkeit (Werteinheiten). Dieser Unterschied wird durch den ungleichen Arbeitsaufwand begründet. In Sprachfächern liegt das Verhältnis bei 1,167 Werteinheiten für eine Unterrichtsstunde. In Bewegung und Sport liegt das Verhältnis bei 0,955 Werteinheiten für eine Unterrichtsstunde. Bei diesem Dienstrecht besteht eine volle Lehrverpflichtung aus 20 Werteinheiten.

Im neuen Dienstrecht (ab dem Schuljahr 2019/20 für alle Berufseinsteiger gültig) gibt es keine Werteinheiten mehr. In diesem Dienstrecht besteht eine volle Lehrverpflichtung aus 24 Stunden. In der Induktionsphase benötigst du mindestens 12 Stunden.

 

Rechtliches zur Induktionsphase

Laut derzeitiger Gesetzeslage dürfen AbsolventInnen eines Bachelorstudiums Lehramt im Bereich der Sekundarstufe 1* für den Pädagogischen Dienst auf fünf Jahre befristet eingesetzt werden. Während dieser Fünfjahresfrist ist das an das Bachelorstudium anschließende Masterstudium zu absolvieren, um dauerhaft im Pädagogischen Dienst eingesetzt werden zu können. Siehe dazu §3 des Landesvertragslehrpersonengesetzes: https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10008213

Im Falle eines fehlenden Masterstudienabschlusses innerhalb der Fünfjahresfrist ist der Dienstgeber zur Kündigung berechtig. Siehe dazu § 25 des Landesvertragslehrpersonengesetzes.

* Die Einschränkung auf die Sekundarstufe 1 geht aus der Infobroschüre über die neue Besoldung hervor. Der Punkt "Neue Ausbildung und Masterabschluss – Wie wird die neue Pädagog/Innenbildung berücksichtigt?" auf Seite 5 gibt darüber Auskunft: https://bildung.bmbwf.gv.at/schulen/lehrdr/ldr_broschuere.pdf?5l52xt

Stand: 2.7.2018. Änderungen können sich im Laufe der nächsten Monate ergeben.